Stellungnahme von Prof. Volker Diehl/ Köln, zu CAM und integrative Medizin

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Artikel von Dr. Jutta Hübner/Frankfurt (PriO), zum Thema „Komplementäre Medizin und wissenschaftliche Medizin – brauchen wir einen Paradigmenwechsel?“

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Biologische Methoden in der Krebstherapie ikO

werden normalerweise als ergänzende, zusätzliche Behandlung (komplementär, additiv, supportiv) zu den konventionellen Therapien eingesetzt. Biologische Methoden, also Methoden, die die biologisch angelegten Möglichkeiten des Körpers zu seiner Heilung nutzen wollen, werden häufig auch von Naturheil-Ärzten und Heilpraktikern angewandt. Aber auch hier gilt es, mit den konventionellen Verfahren die vorhandene Tumorlast (Tumormasse und Metastasen) soweit wie möglich zu reduzieren. Die Auffassungen der Krebstherapeuten (Onkologen) über biologische Methoden reichen von strikter Ablehnung bis zu überzeugten Befürwortern mit allen Schattierungen dazwischen. Das Interesse der Betroffenen an unkonventionellen Mitteln ist jedoch sehr groß. Bis zu 80% der konventionell behandelten Krebspatienten führen an sich noch zusätzlich unkonventionelle Methoden, häufig ohne Kenntnis der behandelnden Onkologen, durch; häufig nach Ratschlägen durch Verwandte, Freunde, aus dem Internet, der Regenbogenpresse, aber auch von Ärzten und Heilpraktikern, die sich mit biologischen Krebsverfahren beschäftigen. Bei der Anwendung biologischer Therapien geht man davon aus, dass Krebs nicht nur als eine lokale Erkrankung anzusehen ist, sondern dass die Krebskrankheit ganzheitlich behandelt werden muss. „Ganzheitlich“ meint aber auch, dass keine Therapiemethode. – ob konventionell oder unkonventionell – ausgegrenzt werden soll, die für den Betroffenen einen Nutzen hat.

Folgende Behandlungsziele werden bei der Anwendung der biologischen Krebstherapie angestrebt:

• Die indirekte Vernichtung der Krebszellen über die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte
• (Stärkung oder Ausbalancierung des Immunsystems)
• Die Vorbeugung der Entstehung von Metastasen und Rezidiven
• Die Wiederherstellung der biologischen Regulationsfähigkeit
• Die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens der Betroffenen.

Ein Schwerpunkt der biologischen Krebstherapie ist die Verhinderung der Metastasenbildung. Die Abwehrlage und die Selbstheilungskräfte des Körpers sollen gestärkt werden, so dass die Ausbreitung der Metastasen erschwert und der Organismus selbst mit seiner Krankheit fertig wird. Auch wird besonderer Wert auf die Verbesserung der Lebensqualität gelegt, so wird versucht, die zum Teil schweren Nebenwirkungen der konventionellen Therapie mit biologischen Mitteln zu mildern. Auch die Psyche wird dabei ebenso ernst genommen wie das körperliche Leiden. Mit den Einflüssen der Psyche auf das Immunsystem beschäftigt sich zum einen die Psychoneuroimmunologie (Zusammenhang zwischen Psyche bzw. Nervensystem und dem Immunsystem), zum anderen die Psychoonkologie (Zusammenhang zwischen psychisch-seelischer Verfassung und Krebserkrankung).
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